Historie

Das Orchester besteht seit 1971 und wurde vom damaligen Leiter der Musikschule Uli Molsen gegründet und geleitet; Vorsitzender war Dr. Karl Bornhäuser. Eingetragener gemeinnütziger Verein wurde es am 17. September 1999.

Das Orchester ist Mitglied im Landesverband Baden-Württembergischer Liebhaberorchester LBWL und im Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester BDLO. Zweck des Vereins ist laut Satzung die Förderung von Kunst und Kultur. Dieser Zweck wird verwirklicht durch gemeinsames Musizieren in klassischer Orchesterbesetzung unter fachkundiger Leitung. Der Orchesterverein ist bemüht, mit Solisten, Chören und anderen geeigneten Orchestern zusammenzuarbeiten.
Der Verein fördert insbesondere jugendliche aktive Mitglieder im Sinne des Satzungszweckes.
Der Verein hat 35 Mitglieder.

Neben der jährlichen Aufführung des Herbstkonzertes liegt dem Orchester die Vernetzung der kulturellen Arbeit in Stadt und Region besonders am Herzen.
Mit der Kantorei der Martinskirche Metzingen wurde 1984 die Johannes-Passion aufgeführt; 1989 fand ein Konzert mit dem Liederkranz 1837 Metzingen statt; 1990 wurde ein Chorkonzert mit dem Kirchenchor Neuhausen aufgeführt; 1995 eines mit dem Liederkranz Eintracht.

Auch mit Chören und Orchestern außerhalb Metzingens wurden die Kontakte gepflegt: 1982  war die Umrahmung der Frühjahrsfeier des Bürgergesangvereins Ofterdingen, ebenfalls 1982 die Orchesterbegleitung  in der Festhalle von Owen/Teck; 1988 fand ein Konzert mit dem Gesangverein „Frohsinn“ in Gomaringen-Hinterweiler statt, 1991 ein gemeinsames Konzert mit dem Kammerorchester Ebingen.
1983 war das Kammerorchester Metzingen in der Reihe „Sang und Klang aus Stadt und Land“ im Rundfunk zu hören.

Die musikalische Bildung der Heranwachsenden ist ein großes Anliegen: das Orchester bietet immer wieder ein Podium für junge Künstler aus der Region; hierbei bewährt sich auch sein guter Kontakt zur hiesigen Musikschule.
Im Jahre 1983 spielte Eberhard Zeeb (Trompete), 1985 waren Ulrike und Ingrid Haußmann Solisten auf der Blockflöte und Friedemann Treutlein auf dem Klavier, 1986 trat Matthias Beck (Trompete) auf, im Herbst 1989 Wolfgang Brodbeck (Violine), ein Jahr später Jochen Schüle (Posaune), Katrin Randecker trat 1994 auf (Klavier), Matthias Hummel war 1995 Solist auf der Violine, 1997 traten Svenja Tilgner und Julia Martens auf (Violine), im Jahre 2000 beim Herbstkonzert Julia Kiesewalter (Flöte); im November 2002 traten mit dem JugendTanzTheater Reutlingen von Renate Mach Metzinger Jugendliche auf: Anne Kimmerle, Verena Koch, Judith Vöhringer, Oktavia Vöhringer. Im November 1988 fand ein Gesprächskonzert für Schüler am Gymnasium in Neckartenzlingen statt.

Wie wichtig dem Orchester ist, an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens in seiner Heimatstadt mitzuwirken, zeigt sich an den verschiedensten musikalischen Verpflichtungen:
Verabschiedung von Bürgermeister Kahl und Einsetzung von Bürgermeister Herzig am 1. Juli 1983; Beerdigung von Bürgermeister Kahl im April 1984; Verabschiedung von Oberbürgermeister Herzig am 1. Juli 1999; musikalische Umrahmung der Gründungsfeierlichkeiten zur Partnerschaft mit der englischen Stadt Hexham dort am 19. März 1988; Konzert mit dem Abbey Choir aus Hexham am 1. April 1989 in der Martinskirche Metzingen; Teilnahme am Tag der offenen Stadt am 7. Juli 1990 mit einem Kuchenstand; Konzert zur Rathauseinweihung am 11. Oktober 1990; Mitwirkung bei Weihnachtsfeiern der Arbeiterwohlfahrt im Dezember 1987 und bei der Firma Boss im Dezember 1989, beim Betriebsjubiläum der Firma Sonnenflex im Mai 1984 und beim Treffen der Landsmannschaft Schlesien im September 1990 in Reutlingen.

Dem Orchester ist es wichtig, die Freude am Musizieren und am Musikhören weiterzugeben; vor allem aber auch an solche Menschen, die nicht selbst in ein Konzert kommen können.
So entstand die Tradition, neben den großen Konzerten im Herbst auch Konzertstunden im Frühjahr zu musizieren. Ohne Entgelt, verbunden mit Investitionen in Notenmaterial und Auslagenersatz für Dirigenten und Solisten, fahren die Orchestermitglieder seit über zehn Jahren alljährlich nach Buttenhausen, um dort im Landheim für Menschen mit Behinderung zu spielen. Mit ebenso großer Freude wird am Tag darauf alljährlich das Muttertagskonzert im Altenheim Metzingen gespielt. Beispielhaft sei genannt die begeistert gefeierte Aufführung von Humperdincks „Hänsel und Gretel“ mit Annette Bidlingmaier und Melanie Niemann, Gesang.

Durch die Einrichtung sommerlicher und weihnachtlicher geselliger Treffen wird regelmäßig der Zusammenhalt des Orchesters gestärkt.
Im sechsten Jahr seines Bestehens begann das Kammerorchester Metzingen mit einer herbstlichen Konzertreihe, die seitdem ununterbrochen zu hören ist. Seit über dreißig Jahren werden in Metzingens „guter Stube“, der Stadthalle, Konzerte unter wechselnden Dirigenten aufgeführt.

Foto privat

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Unter der Leitung von Hannes Schmeisser konnten Konzerte mit bedeutenden Solisten und viele Sinfoniekonzerte stattfinden, da er als Erster Konzertmeister der Württembergischen Philharmonie Reutlingen dem Orchester oft seine Bläserkollegen zur professionellen Bereicherung des Streicherklanges mitbringen konnte, etwa 1982 Uwe Stoffel beim Klarinetten-Konzert von Mozart.
Unter seiner Leitung kooperierte das Orchester immer wieder mit anderen kulturellen Vereinigungen; beispielsweise wurden gemeinsam mit der ortsansässigen Ballettgruppe Ben Smida die „Kinderlieder“ von Bela Bartok zur Aufführung gebracht.

Foto privat

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Auch Gereon Müller aus Stuttgart, der das Orchester sieben Jahre lang leitete, konnte grandiose Musikerlebnisse herbeiführen. Unvergessen bleibt das Konzert für Marimbaphon, Percussionensemble und Streichorchester von Ney Rosauro, bei dem eine talentierte Gruppe von jungen Studenten der Stuttgarter Musikhochschule solistisch auftrat. Bei der Aufführung der Streicherfassung von Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ waren nicht nur Kinder und Jugendliche aller Altersklassen dabei, die zur Musik in der Metzinger KiWi, der „Kunst in der Werkstatt integrativ“, bemerkenswerte Bilder geschaffen hatten; Studenten des „Kunstseminars Metzingen“ hatten dazu diese Werke auf Video aufgenommen, um sie während des Konzertes zur passenden Musik vorzuführen.

Oliver Bensch aus Stuttgart ist seit Februar 2006 künstlerischer Leiter und Dirigent des Metzinger Kammerorchesters. Auch unter seiner Leitung gibt das etwa 25-köpfige Orchester weiterhin sein Bestes, genannt sei die „Verdiana-Suite“: Verdi-Lieder in einer Bearbeitung für Mezzosopran und Streichorchester von Andreas Tarkmann mit der Sängerin Barbara Grabowski, gespielt beim Herbstkonzert zum dreißigjährigen Jubiläum.

Als Gründungsmitglied war Dr. Karl Bornhäuser von 1971 bis 1980 erster Vorsitzender des Metzinger Kammerorchesters. Nach vorheriger längerer Tätigkeit als Schriftführer und Kassier war ab November 1980 bis März 2003 Werner Fitz 1.Vorsitzender des Kammerorchesters. Im Jahre 2003 löste ihn ein Vorstandsteam ab: Susanne Kohler als Vorsitzende des Vorstandes, sowie Herbert Wallner und Wolfgang Honigberger als deren Stellvertreter. Seit 2014 besteht das Vorstandsteam aus Susanne Kohler und Thomas Brocke.

Das Kammerorchester Metzingen wird von folgenden Organisationen unterstützt:

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